Der Kalium Killersmoothie: Nahrung als Medizin


Killersmoothie statt Kneitinger Bier

Gesund kann auch lecker sein.

Geht runter wie ein frischer Cocktail, wirkt belebend und regt dabei noch die Fettverbrennung an.

Das nenn ich doch mal einen Killersmoothie. Smoothies gibt es ja zu Zeit an jeder Ecke. Es gibt nur ein Problem: Die meisten bestehen fast nur aus Obst. Durchschnittlich sind es etwa 3% "Greens" Damit sind die meisten Fertigsmoothies

auf dem Markt ungefähr so gesund wie eine Cola. Ja, ich kann leider auch nichts dafür, aber so ist es nun einmal.

Aber: Im Smoothie sind doch soooviele Vitamine. Die sind in der Cola nicht. Ja, auch richtig. Theoretisch zumindest. Das Problem ist, die Vitamine können nur aufgenommen werden, wenn der "Nahrungsbrei" lange genug im Darm verweilt. Das erreicht man entweder dadurch, dass man eine sehr feste Konsistenz hat, welche man eher löffeln als trinken muss; Oder zweitens: durch eine hohe Menge Ballaststoffe. Nun, der Standardsmoothie, ja selbst der vom fair gehandelten Biomarktbauern, erfüllt keine der beiden Punkte. Also läuft er durch wie jedes andere Getränke und im Darm wird nur die Amylase schnell genug aktiv. Die erreicht dann zumindest, dass wir die wertvolle Glucose aus dem Smoothie ziehen. Zu gut deutsch: Den Zucker. Einziger Vorteil gegenüber Cola: Weniger Salz und Konservierungsstoffe. Meistens zumindest.

Nebenbei: Wenn ein Smoothie erstmal ein paar Tage in der durchsichtigen Flasche Licht und Wärme ausgesetzt war sind eh nur noch ein Bruchteil der Vitamine in der Flasche.

Also, lieber einen Smoothie selber machen :)

Und es kostet deutlich weniger Zeit.

Zubereitungszeit: 10 Minuten / Genusszeit: 10 Minuten

Zutaten ( Ergibt einen ordentlichen Drink / Oder je einen normalen für 2 Personen ; )

1 Apfel

2 Datteln ( ohne Kern / weich )

1 Banane

1-2 Hände voll rohem frischen Spinat. Etwa 70gr.

100 ml Kokosmilch

50 gr gemahlene Mandeln

Zubereitung:

Das Schöne an Smoothies ist: Wenn man erstmal ein paar davon gemacht hat, geht es wirklich schnell. Die zeitliche Effektivität entwickelt sich in erster Linie daraus möglichst wenig schmutzig zu machen. Wenn Du 3 Bretter, 2 verschiedene Messer, 1 Schäler und 2 Schüsseln brauchst - wird es wahrscheinlich ein bisschen länger dauern.

Also:

Die gemahlenen Mandeln zusammen mit der Kokosmilch in den Mixer und durch mixen lassen. Währenddessen:

Apfel waschen, entkernen und grob in 4 Teile. Mixer ausschalten und ab mit dem Apfel in den Mixer. Banane schälen und rein in den Mixer. Spinat kurz waschen und auch dazu. Das ganze maximal 1 Minute durchmixen. Einschenken und möglichst bald genießen. Für die schöne und gesunde "Schaumkrone" einfach Kokosraspeln drüber ;)

Wer es etwas süßer mag, fügt einfach noch 2-3 entkernte Datteln hinzu. Auch die Datteln sind reich an Ballaststoffen. Außerdem haben sie sehr hohe Mengen an allen essenziellen B Vitaminen und lebenswichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Kupfer, Selen, Zink und Kalium.

Gesundheitliche Aspekte:

Ganzer Drink:

46gr. Fett / 42gr. Kohlenhydrate / 19gr. Eiweiß / 11gr. Ballaststoffe

1400mg Kalium

Wie schon erwähnt, hat dieser Drink nicht nur viele Vitamine, er sorgt auch dafür das diese aufgenommen werden. Aber mehr noch: Mit 1400mg Kalium deckelt er etwa 70% des kompletten täglichen Bedarfs an Kalium. Kaliummangel, noch nie gehört? Das liegt daran, dass wir in unserer Gesellschaft eigentlich genug Kalium im Essen haben. Das "eigentlich" kommt daher, dass Natrium dafür sorgt, dass unser Körper vermehrt Kalium ausscheidet. Und Natrium, also Salz, ist in der Durchschnittsernährung überdurchschnittlich stark vorhanden. Deshalb leiden doch einige unter typischen Symptomen der Hypokaliämie, also Kalziumarmut. Typische Signale einer solchen sind Müdigkeit, Nervosität, Verstopfung, Kopfschmerzen, Schwindel, Akne, … Also einiges.

Nüsse: 26F / 2KH / 14E / 4B /

Apfel: 0F / 12KH / 0E / 2B

Banane: 0F / 21KH / 1E / 2B

Spinat: 0F / 3KH / 2E / 2B

Kokosmilch: 20F / 4KH / 2E / 1B

( optional, so wird´s gleich noch gesünder ;-)

Eiweisspulver: 0F / 0KH / 20E

Quellennachweise:

Charlotte Erlanson-Albertsson et al., “Body weight loss, reduced urge for palatable food and increased release of GLP-1 through daily supplementation with green-plant membranes for three months in overweight women

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Louis Weidenkopf

info[at]louisweidenkopf.com

 

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